Antonia Mertsching Mitglied des Sächsischen Landtags
# Strukturwandel

Bundesregierung beauftragt Klimawandelskeptiker zu Folgen des Kohleausstiegs

10. Juni 2021

Antonia Mertsching, DIE LINKE. Sachsen: Bundesumweltministerin muss Konsortium auf Prüfstand stellen!

Nach Recherchen des in Berlin ansässigen Vereins „BürgerBegehren Klimaschutz“ soll ein Klimawandelskeptiker Teil eines Konsortiums sein, das im Auftrag des Umweltbundesamts die Folgekosten des Braunkohleausstiegs in der Lausitz untersuchen soll. Das Unternehmen „gerstgraser - Ingenieurbüro für Renaturierung“ hatte sich nicht nur in der Vergangenheit gegen den Kohleausstieg gestemmt, sondern deren Inhaber Dr. Christoph Gerstgraser verbreitete erst in diesem März auf einer Tagung in der BTU Cottbus Thesen, die den anthropogenen Klimawandel in Frage stellt.

Die Oberlausitzer Landtagsabgeordnete Antonia Mertsching (Die LINKE) fordert die Bundesregierung auf, Stellung zu beziehen. Bereits im Januar wurde bekannt, dass das Konsortium vom Bergbau- und Energieunternehmen GMB geleitet wird, einer hundertprozentigen Tochter des Lausitzer Braunkohleförderers LEAG.

Die Bundesumweltministerin Svenja Schulze muss das gesamte Konsortium auf den Prüfstrand stellen. Es ist schlichtweg ein Unding, die Folgen des Kohleausstiegs von Klimawandelskeptikern und einer LEAG-Tochterfirma untersuchen zu lassen“, sagt Antonia Mertsching.

Mit der Untersuchung im Auftrag des Umweltbundesamts zu den „Wasserwirtschaftlichen Folgen des Braunkohleausstiegs in der Lausitz“ soll das Konsortium unter anderem Handlungsfelder und Kosten für die öffentliche Hand und den Bergbaubetreiber ermitteln. Auffällig viele Mitglieder des Konsortiums sind im umstrittenen Verein „Wasser-Cluster-Lausitz“ organisiert, einer Vorfeld-Organisation der Braunkohlelobby. Gegen die Vereinnahmung der Lausitzer Universität BTU in Cottbus-Senftenberg durch das „Wasser-Cluster-Lausitz“ gibt es jetzt auch massiven Protest der Lausitzer Jugend. In einem offenen Brief fordern unter anderem die Jugendbewegung Fridays for Future, das Studierendenparlament der BTU und die BUND-Jugend Konsequenzen.


„Die Forderungen der Studierenden und Jugendlichen kann ich nur unterstützen: Leugnern des menschengemachten Klimawandels muss klar widersprochen und eine Zusammenarbeit ausgeschlossen werden. Die Zukunft unseres Planeten ist zu wichtig als sie in die Hand von Braunkohle-Lobby-Interessen zu geben“, ergänzt Antonia Mertsching.

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Bundesregierung beauftragt Klimawandelskeptiker zu Folgen des Kohleausstiegs

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