Antonia Mertsching

Mitglied des Sächsischen Landtags

4. September 2020 | Strukturwandel

Ich glaube an die Zukunft von Mühlrose und würde dorthin ziehen

Erklärung der Lausitzer Abgeordneten der Linksfraktion Antonia Mertsching, dass diejenigen, die Mühlrose verlassen wollen, gern diesem Wunsch nachkommen sollen. Der Umsiedlungsvertrag wird daher nicht in Frage gestellt. Da die bergbaurechtliche Abbaggerungsgenehmigung und deren Notwendigkeit noch offen ist, setzt sich Frau Mertsching für den Erhalt des Dorfes ein.

Zur fortgesetzten Debatte um die Abbaggerung von Mühlrose erklärt die Lausitzer Abgeordnete der Linksfraktion, Antonia Mertsching:


„Ich akzeptiere es, dass es einen Umsiedlungsvertrag gibt - gerade auch, weil er denjenigen Sicherheit gibt, die Mühlrose endlich verlassen wollen. Diesen Vertrag habe ich nie in Frage gestellt. Ich stehe aber an der Seite derjenigen, die ihren Heimatort nicht aufgeben wollen, schon gar nicht für eine klimaschädliche Energieversorgung. Für die Abbaggerung von Mühlrose liegt bisher kein Antrag und keine Genehmigung vor, auch wenn die LEAG weiter Anspruch auf die Kohle unter Mühlrose erhebt. Deshalb kann ich den Abriss der Häuser nicht nachvollziehen!

Ich halte es mit Gundermann: ,Alle die gehen woll`n sollen gehen können, alle die bleiben woll`n solln bleiben können. Alle die kommen woll`n solln kommen können. Alle die gehen woll`n sollen gehen können.‘ In diesem Sinne biete ich der LEAG an, ihr eines der Häuser abzukaufen, um nach Mühlrose zu ziehen. Ich glaube an die Zukunft dieses Ortes.“