Antonia Mertsching Mitglied des Sächsischen Landtags
# Kohle und Klima

Staatsregierung lässt Folgeschäden des Tagebaus Turów nicht untersuchen – Grundwasser analysieren!

31. Mai 2022

Die Lausitzer Abgeordnete der Linksfraktion, Antonia Mertsching, hatte sich bei der Staatsregierung nach den Bergbaufolgeschäden des Tagebaus Turów im Dreiländereck erkundigt (Drucksache 7/8474) und bezüglich des Grundwassers unter anderem erfahren: „Beschaffenheitsmessungen werden keine durchgeführt, was allein wegen der Nichtexistenz von Beschaffenheitsmessstellen im Bereich des Zittauer Beckens auch nicht möglich wäre.“

Mertsching hat sich inzwischen im Umweltausschuss nochmals nach den Planungen der Staatsregierung hinsichtlich der Grundwasserüberwachung erkundigt und erklärt:

„Die Staatsregierung weicht ständig aus. Erst wird behauptet, dass man anhand der heute schon vorhandenen Tagebaurestseen wie dem Berzdorfer See sehen könne, dass keine anhaltenden Gefahren von Tagebauflutungen ausgehen. Doch wenn man sich die erhöhten Messwerte von Cadmium und Sulfat in Tauchritz am Berzdorfer See anschaut, dann müssen wir auch von Problemen infolge von Turów für die gesamte Zittauer Region ausgehen.

Umso wichtiger wäre es, das Grundwasser hinsichtlich Quantität und Qualität fortlaufend zu analysieren. Wir haben uns deshalb nach den vorhandenen Messstellen erkundigt. Auf mehrere Nachfragen wurde nun deutlich: Im Zittauer Becken selbst gibt es nicht eine Messstelle, die die Grundwasserbeschaffenheit misst! Die Folgen von Turów werden also gar nicht erfasst. Was ist so aufwendig daran, eine Messstelle dort zu installieren, wo tausende Menschen von den Folgen des Tagebaus Turów betroffen sind? Wir fordern die Staatsregierung auf, hier endlich tätig zu werden!"

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