Antonia Mertsching Mitglied des Sächsischen Landtags
# Agrarpolitik

Teil der Lösung sein statt Abwehrkämpfe für Industrieinteressen führen

24. März 2021

Heute sprach Antonia Mertsching im Sächsischen Landtag über die Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) ab 2023. Sie kritisierte die sächsische Agrarpolitik seit 1990, die zu einer Konzentration der Anbauflächen und dem steten Rückgang der Anzahl an Betrieben bei gleichzeitiger Vergrößerung der Tierhaltung- und Mastanlagen führte bzw. im Bereich Obst und Gemüse zu Verlusten an Fläche und Produktion.

„30 Jahre hat die CDU das Landwirtschaftsministerium besetzt. 30 Jahre lang die Interessen der konventionellen Landwirtschaft vertreten. Die sächsischen Interessen werden dominiert von den üblichen Verdächtigen und ihren Abwehrkämpfen. Und sie machen immer weiter, statt endlich Teil der Lösung zu werden. Umweltschutz in der Landwirtschaft muss viel stärker prämiert werden.“

"Wir müssen uns von der Politik der direkten Flächensubvention verabschieden. Einkommens- und Versorgungssicherheit können auch ohne Wettbewerb und Marktlogik erreicht werden über die Förderung sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze und Mindestabnahmepreise. Denn es gibt noch Lösungswege zwischen Planwirtschaft und Marktradikalismus, wenn man sich einmal vom Mantra der Wettbewerbsfixiertheit verabschieden würde.“

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